Verschiffung Cartagena - Veracruz
Nun, nach den schönen Tagen in Cartagena, war jetzt verschiffen angesagt. Wir nahmen
Kontakt mit unserem Agenten auf, der uns behilflich sein sollte bei den Vorgängen die das
Verschiffen anbelangt. Auf unserem Übernachtungsplatz traf dann auch noch eine französische
Familie ein, die mit uns den gleichen Weg gingen: gleicher Weg, gleiche Fähre, gleiche Agentur.
Die Familie reist mit 3 Kindern und ist schon seit fast einem Jahr unterwegs. Die Kinder müssen
mit der Mutter den Lernplan bewältigen, wovon der mittlere der Jungs nicht so begeistert war.
Im Juli geht es dann wieder zurück nach Frankreich. Jedoch sagte der Vater Clemens mir,dass sie
vielleicht nach französisch Canada auswandern wollen.
Am ersten Tag mit unserem Agenten in dessen Agentur wurde nur Papierkram erledigt, am zweiten
Tag sollten wir dann mit Moppel zu Hafen fahren. Der Papierkram war ja für uns nicht viel Arbeit, nur
die Unterschrift, so dass wir dann gelassen dem zweiten Tag entgegen sehen konnten. Am frühen Morgen
auf dem Campingplatz sahen wir Clemens schon an, dass etwas nicht stimmte. Er sagte uns dann, dass er
und der kleinste Magenprobleme hätten. Auch bei uns war nicht alles hasenrein. An diesem Tag nun brachten
wir Moppel zum Hafen, nachdem wir am Hafen angekommen waren, stellten wir fest, dass wir ein wenig
auf uns alleine gestellt waren, weil der Fahrer der mit uns zum Hafen gehen sollte und von der Agentur war,
uns nur bis zum Eingang des Hafens begleitete und zweitens er nur spanisch sprach und kein Englisch wie wir
eigentlich dachten, zum Glück konnte Clemens ein bisschen besser spanisch als wir und sodann als Dolmetscher
fungieren. So brachten wir auch die Übergabe im Hafen hinter uns, und Clemens war bestimmt froh, als alles
vorbei war, weil ihm ging es hundsmiserabel. Am dritten Tag war nun die Drogenkontrolle angesagt. An diesem
Tag hatten sich unsere Magen- und Darmprobleme auf das gleiche Niveau wie von Clemens geschaukelt.
Endlich am Hafen angekommen, musste nun Klaus und Clemens die Drogenkontrolle hinter sich bringen. Ein
Hund, der eigentlich schon gar keine Lust mehr hatte, und nur in die Gegend pinkelte und einem Zöllner der nach
Backschisch fragte war es eine harmlose Sache, so dass wir Moppel mit gemischten Gefühlen nun alleine lassen
mussten, auf dem langen Weg nach VeraCruz. Wir machten uns einen Tag später dann auf den Weg mit dem
Flugzeug über Bogota nach Cancun mit einer Übernachtung, hum Zielort VeraCruz. Da wir überall ein bisschen
Zeitpuffer einkalkulieren mussten, damit wir keine Probleme mit versptäteten oder evtl. ausfallenden Flügen
bekommen, hatten wir schon nach Bekanntgabe der Drogenkontrolle unsere Flüge gebucht. Der Flug von Cartagena
nach Bogota hatte jedoch schon mal 4 Stunden Verspätung, so dass unser erstes Zeitfenster ziemlich dahinschmolz
für den Anschlussflug von Bogota nach Cancun. Wir schafften es jedoch in Bogota den Flieger rechtzeitig zu erreichen.
Am späten Abend in Cancun angekommen, machten wir erst einmal Bekanntschaft mit der mexikanischen
Taximafia, die uns dann für gutes Geld in unser gebuchtes Hotel brachte. Am nächsten Tag machten wir noch einen
kleinen Spaziergang durch den Ballermann der Amis (wie uns Madeleine mitteilte) um dann den Flug am späten
Nachmittag nach VeraCruz zu nehmen. In VeraCruz angekommen, hieß es dann mit dem Agenten vor Ort Kontakt
aufzunehmen und erst mal warten und nochmals warten bis Moppel eintreffen würde. Die Prozedur in VeraCruz
ist ungefähr die gleiche wie in Cartagena und dauert auch ca. 3 Tage mit der obligatorischen Drogenkontrolle. Jedoch
wurde unsere innere Unruhe immer größer, ob Moppel dies wohl alles ohne Blessuren überstanden haben wird, und
auch keiner in sein inners vordringen wird. Als Moppel dann endlich eintraf, mussten wir dann erstmal auf das Amt
um eine Einfuhrgenehmigung für 10 Jahre zu bekommen. Mit unserem Agenten Victor, der deutsch, englisch und natürlich
spanisch fließend sprach, war dies alles sehr entspannt für uns, und er ist auch wirklich sehr zu empfehlen für die
Ausführ oder Einfuhr nach Mexico. Bei der Drogenkontrolle war er uns allen eine sehr große Hilfe, und wir mussten nicht
so viel von unseren Lebensmitteln vernichten, die wir noch hatten. Nach 3 Tagen Zoll verließen wir dann am Nachmittag
endlich VeraCruz in Richtung Pazifikküste von Mexico. Fazit dieser Verschiffung: es lief eigentlich alles sehr planmäßig
ab in Cartagena wie in VeraCruz, Victor können wir auf jeden Fall wärmstens empfehlen in Mexico, bei dem Agenten Ernesto
in Kolumbien jedoch können wir nichts nachteiliges sagen, außer dass kein englisch sprechender Agent mit uns in den
Hafen ging, und wir auf uns alleine gestellt waren. Hier stellt sich dann die Frage ob man nicht gleich Anna Rodriguez
nimmt, die die gleichen Leistungen anbietet wir unser Agent Ernesto jedoch wie wir von anderen Reisenden erfahren
haben, gestaltet sie es transparenter und ist überall dabei und schlussendlich ein paar Hundert Dollar billiger, spricht
allerdings auch nur spanisch.
Bogota war im Zeitplan, jedoch der Flug von Can